GTP FLAWIL

Gesundheit, Therapie und spezialisierte Langzeitpflege

Gesundheit Flawil

Der Spitalstandort Flawil soll bis 2024 zu einem Kompetenzzentrum für Gesundheit, Therapie und spezialisierte Langzeitpflege (GTP) weiterentwickelt werden. Anstelle der heutigen Immobilie entsteht unter der Federführung des Schweizer KMUs Solviva AG ein auf die künftige Nutzung ausgerichtetes Neubauprojekt. Das unabhängige Familienunternehmen betreibt schweizweit mehrere Gesundheits-, Pflege- und Wohnzentren und plant in Flawil die Einrichtung von rund 70 Betten für die spezialisierte Langzeitpflege. Neben ambulanten Dienstleistungen des Schweizer Paraplegiker-Zentrums (SPZ) und des Kantonsspitals St.Gallen (KSSG) sollen auch weitere spezialärztliche Praxen sowie paramedizinische Angebote im GTP Flawil Platz finden.

Infolge der durch den Kantonsrat beschlossenen Spitalstrategie wird der Betrieb des Regionalspitals Flawil per Ende Juni 2021 aufgehoben. Aufgrund des Rückbaus der Spitalgebäude und der geplanten Realisierung eines Neubaus können auf dem Spitalgelände während einer Übergangszeit keine Leistungen angeboten werden. Das KSSG wird jedoch ein ambulantes Grundangebot in den Räumlichkeiten des Ärztezentrums Flawil nahtlos weiterführen. Dieses umfasst Sprechstunden in den Bereichen Orthopädie, Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Urologie.

Die Notfallversorgung von Flawil wird bereits ab Anfang Juni 2021 auf die neue Situation ausgerichtet. Die niedergelassene Ärzteschaft hat ihre Organisation angepasst und wird in diesem Bereich neu mit dem Spital Wil zusammenarbeiten. Die Notfallversorgung in der Region bleibt also sichergestellt.

Die Vorarbeiten des geplanten Neubauprojekts haben bereits begonnen. Zurzeit liegt eine Vorprojektstudie vor, die durch die Baubehörde der Gemeinde Flawil geprüft wird. Die Projektverantwortlichen rechnen im Frühling 2022 mit der Baueingabe und im Herbst 2022 mit dem Start des Rückbaus. Nach einer rund 18-monatigen Bauphase soll das Ostschweizer Therapiezentrum im Sommer 2024 eröffnet werden.

Gesundheit Flawil

Ausblick

So sieht die Zukunft aus.

Projektpartner

Wer alles mitwirkt.

Zeitleiste

Die Meilensteine im Überblick.

Strategie

Die übergeordnete Sicht.

FAQs – häufige Fragen und Antworten

Wie wird die Notfallversorgung sichergestellt?

Die Notfallversorgung von Flawil wird bereits ab Anfang Juni 2021 auf die neue Situation ausgerichtet. Die niedergelassene Ärzteschaft hat ihre Organisation angepasst und wird in diesem Bereich neu mit dem Spital Wil zusammenarbeiten. Ein rund um die Uhr geöffnetes Notfallzentrum am Standort Flawil erachtet die Ärzteschaft aufgrund der Nähe zu St.Gallen und Wil als nicht notwendig. Der hausärztliche Notfalldienst kann die Notfallversorgung zusammen mit dem Rettungsdienst wie bisher sicherstellen. Neu ist, dass Anrufe auf die hausärztliche Notfallnummer nach 23 Uhr ab dem 1. Juni 2021 ans Spital Wil umgeleitet werden. Dort ist die interne Übernahme der anfallenden Notfallanrufe durch die Dienstequipen der Notfallstation sichergestellt. Schwere Notfälle gelangen via die Notrufnummer 144 und den ausrückenden Rettungsdienst direkt ins nächstgelegene geeignete Akutspital.

 

Was geschieht mit den heutigen Mitarbeitenden des Spitals Flawil?

Alle Mitarbeitenden des Spitals Flawil haben die Möglichkeit erhalten, an den Standort St.Gallen zu wechseln. Die heute gemeinsam vom Spital und dem Wohn- und Pflegeheim Flawil (WPH) betriebene Küche wird durch das WPH übernommen. Ein Teil des Küchenpersonals (rund zehn Mitarbeitende) wird deshalb durch das WPH weiterbeschäftigt.

Wie stellt sich die regionale Ärzteschaft zum GNP?

Im Rahmen der Projektarbeiten fokussierte sich der Austausch mit der niedergelassenen Ärzteschaft bisher insbesondere auf die Frage, welche ambulanten Leistungen am Standort Flawil künftig weiterhin durch das Kantonsspital St.Gallen (KSSG) und welche Leistungen künftig von niedergelassenen Spezialistinnen und Spezialisten erbracht werden sollen. Ein Austausch zwischen einer Delegation der Ärzteschaft aus der Region Flawil, Degersheim und Uzwil, Vertretern des KSSG sowie dem Kanton im Januar 2021 brachte weitgehend übereinstimmende Antworten hervor. Parallel zu den Projektarbeiten hat die niedergelassene Ärzteschaft die Organisation des hausärztlichen Notfalldiensts per 1. Juni 2021 neu organisiert.

Stellt Solviva eine Konkurrenz für die bestehenden Alters- und Pflegeheime dar?

Das Angebot der Solviva umfasst keine Betreuungsplätze im Bereich der klassischen Alterspflege. Es ist spezialisiert auf die Betreuung von Personen, welche aufgrund von speziellen Pflegeanforderungen in einem klassischen Pflegeheim nicht richtig aufgehoben sind. In Flawil will Solviva ein Pflegeangebot für Personen realisieren, die in Folge einer Hirn-Schädel-Verletzung langfristig pflegebedürftig sind. Dieses überregionale Angebot stellt keine Konkurrenz zum angrenzenden Wohn- und Pflegeheim WPH Flawil und den bestehenden Alters- und Pflegeheimen in der Umgebung dar. Das WPH Flawil ist zudem in die Projektorganisation eingebunden, so dass die Abstimmung der bestehenden Pflegeangebote mit neuen Pflegeleistungen direkt vorgenommen werden kann.

Neuigkeiten & Entwicklungen

Festlegung Leistungen und Standort des Übergangsangebots

01.04.2021

Das KSSG wird nach der Aufhebung des Spitalstandorts Flawil ein ambulantes Grundangebot in den Räumlichkeiten des Ärztezentrums Flawil nahtlos weiterführen. Dieses umfasst Sprechstunden in den Bereichen Orthopädie, Allgemein- und Viszeralchirurgie und Urologie.

Information der Ärzteschaft

17.10.2020

Die niedergelassene Ärzteschaft wird vom Gesundheitsvorsteher Bruno Damann und Vertretern von Solviva, des Kantonsspitals St.Gallen und des SPZ zur Nachfolgelösung für das Spital informiert. 

 

Unterzeichnung der Absichtserklärung

09.2020

Der Kanton St.Gallen, das Kantonsspital St.Gallen, das Schweizer Paraplegiker-Zentrum und die Gemeinde Flawil unterzeichnen mit der Solviva AG eine Absichtserklärung für die Entwicklung eines Gesundheits-, Notfall- und Therapiezentrums Flawil.